Häufige Erkrankungen beim Mini Aussie/ Mini American Shepherd
Gesundheit ist kein Zufall – sie ist das Ergebnis verantwortungsvoller Zucht.
In unserer Zucht legen wir großen Wert auf genetische Gesundheitstests. Sie helfen uns, Erbkrankheiten frühzeitig zu erkennen und verantwortungsbewusst auszuschließen.
So stellen wir sicher, dass unsere Hunde nicht nur sportlich leistungsfähig, sondern auch langfristig gesund und vital bleiben.
Für uns bedeutet das: Welpen, die mit Freude im Agility, Rally Obedience, Flyball oder in der Rettungshundearbeit überzeugen – und Familien, die auf eine ehrliche, transparente Zucht vertrauen können.
„My Magic“ – weil echte Leistung mit Vertrauen beginnt.
Wer sich mit der Anschaffung eines Hundes beschäftigt, sollte sich nicht nur mit den Rassemerkmalen allgemein, sondern auch mit den in der Rasse häufig auftretenden Problemen und Krankheiten auseinandersetzen.
Außerdem ist ein Blick allgemein auf die Rassehundezucht sinnvoll. Viele tolle Infos zum Thema Zucht finden sich hier : http://sommerfeld-stur.at/site
Wir testen unsere Zuchthunde unter anderem auf:
Multidrug Resistance 1 (MDR1)
Progressive Retinaatrophie (PRA)
Collie Eye Anomalie (CEA)
Neuroaxonale Dystrophie (NAD)
Juvenieler Katarakt (HSF4)
Degenerative Myleopathie (DM)
Canine Multifokale Retinopathie (CMR1)
Chondrodysplasie und Chondrodystrophie (CDDY) und das Risiko auf IVVD
Dieses sind die wichtigsten Standardtests für Mini Americans und sind bei einem Zuchthund unverzichtbar.
Darüber hinaus testen wir mir mit einem großen Gen-Paket auf über 100 weitere mögliche Krankheiten, um auszuschließen, dass wichtige Erkrankungen in der Zucht versehentlich übersehen werden.
Sich mit den einzelnen Erkrankungen zu beschäftigen ist etwas schwere Kost, aber wichtig, um unterscheiden zu können, ob ein Welpe gut und gesund gezogen worden ist, oder auch nicht..
Wichtig ist zu wissen, dass sich Erkrankungen dominant oder rezessiv vererben können, oder auch unvollständig dominant.
Ein dominanter Erbgang bedeutet, dass schon eine veränderte Genkopie genügt, um eine Erkrankung auszulösen.
Das betroffene Tier zeigt also Symptome, auch wenn das zweite Gen normal ist.
Bei einem rezessiven Erbgang hingegen müssen beide Genkopien verändert sein, damit die Krankheit ausbricht.
Träger eines rezessiven Gens sind selbst gesund, können die Anlage aber weitergeben.
Durch gezielte genetische Tests und sorgfältige Zuchtplanung stellen wir sicher, dass Trägertiere verantwortungsvoll kombiniert werden.
So können wir das Risiko für Erbkrankheiten minimieren – und gesunde, leistungsbereite und glückliche Hunde züchten, die mit Freude im Sport oder im Einsatz arbeiten.
MDR 1 Defekt
Bei My Magic Miniature American Shepherds steht die Gesundheit unserer Hunde immer an erster Stelle. Dazu gehört auch das Wissen um genetische Besonderheiten wie den MDR1-Defekt (Multidrug Resistance 1).
Dieses Gen ist für den Schutz des Gehirns vor bestimmten Wirkstoffen verantwortlich. Ist es verändert, kann der Körper einige Medikamente – etwa bestimmte Entwurmungsmittel, Narkose- oder Schmerzmittel – nicht richtig abbauen.
In der Folge können schon normale Dosierungen zu schweren Nebenwirkungen führen.
Bei der Anwendung von Arzneistoffen wie Ivermectin, Doramectin, Moxidectin und Loperamid kommt es zu Vergiftungen, die bereits zum Tod betroffener Hunde geführt haben. Da der dringende Verdacht besteht, dass dieser Gendefekt die sichere Anwendung einer Vielzahl weiterer Arzneistoffe einschränkt, ist eine vorbeugende Diagnose jedes einzelnen Hundes anzuraten.
Der MDR1-Defekt wird rezessiv vererbt.
Das bedeutet: Nur Hunde, die von beiden Elternteilen das veränderte Gen erben, sind tatsächlich betroffen. Tiere mit nur einer Genveränderung gelten als Träger, zeigen aber meist keine Symptome.
Durch gezielte Gentests kennen wir bei My Magic den MDR1-Status jedes Zuchttieres. So können wir verantwortungsvoll planen und sicherstellen, dass keine betroffenen Welpen geboren werden. Unser Ziel sind gesunde, belastbare und lebensfrohe Hunde, die mit Begeisterung im Sport oder in der Arbeit stehen – und ein sicheres, glückliches Leben an der Seite ihrer Menschen führen können.
Neuroaxonale Dystrophie (NAD)
Eine der genetischen Erkrankungen, die in dieser Rasse untersucht werden, ist die Neuraxonale Dystrophie (NAD). Dabei handelt es sich um eine erblich bedingte, neurodegenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems.
Durch eine fehlerhafte Funktion bestimmter Enzyme kommt es zu einem fortschreitenden Abbau von Nervenzellen. Betroffene Hunde zeigen bereits im jungen Alter Symptome wie unsicheren Gang, Koordinationsstörungen und Bewegungsprobleme – die Erkrankung ist leider nicht heilbar.
Die NAD wird autosomal-rezessiv vererbt.
Das bedeutet, dass ein Hund zwei Kopien des veränderten Gens – jeweils von Vater und Mutter – besitzen muss, um zu erkranken. Tiere mit nur einer Kopie gelten als Träger, zeigen selbst keine klinischen Anzeichen, können das veränderte Gen jedoch weitergeben.
Durch konsequente genetische Testung aller Zuchttiere stellen wir sicher, dass keine zwei Träger miteinander verpaart werden. So kann die Erkrankung zuverlässig verhindert werden, ohne wertvolle genetische Vielfalt zu verlieren.
Progressive Retina-Atrophie (PRA)
Ein wichtiger Bestandteil der genetischen Vorsorge ist die Untersuchung auf Progressive Retinaatrophie (PRA) – eine erblich bedingte Netzhauterkrankung, die bei verschiedenen Hunderassen, darunter auch dem Miniature American Shepherd, vorkommen kann.
Die PRA führt zu einem fortschreitenden Abbau der Netzhaut (Retina). Anfangs zeigen betroffene Hunde eine zunehmende Nachtblindheit, im weiteren Verlauf kann das Sehvermögen vollständig verloren gehen.
Die Erkrankung ist nicht schmerzhaft, aber irreversibel und führt zu vollkommener Blindheit.
Die häufigste Form beim Miniature American Shepherd wird autosomal-rezessiv vererbt. Das bedeutet, dass ein Hund nur dann erkrankt, wenn er zwei Kopien des veränderten Gens – von beiden Elternteilen – trägt. Hunde mit nur einer Genveränderung gelten als Träger, sind selbst gesund, können das Merkmal jedoch weitergeben.
Durch gezielte Gentests und sorgfältige Zuchtplanung stellen wir bei My Magic sicher, dass keine zwei Träger miteinander verpaart werden. So können wir das Risiko für PRA zuverlässig ausschließen und zur langfristigen Gesunderhaltung dieser aktiven, leistungsbereiten und charakterstarken Rasse beitragen.
Collie-Eye-Anomaly (CEA)
Eine weitere der genetischen Augenerkrankungen, die in dieser Rasse vorkommen kann, ist die Collie Eye Anomaly (CEA). Dabei handelt es sich um eine erblich bedingte Entwicklungsstörung der Netzhaut und Aderhaut, die bereits im embryonalen Stadium entsteht.
Je nach Ausprägung kann sie von leichten Veränderungen ohne Beeinträchtigung des Sehvermögens bis hin zu schwerwiegenden Netzhautablösungen und Erblindung reichen.
Die CEA wird autosomal-rezessiv vererbt. Das bedeutet, dass ein Hund nur dann erkrankt, wenn er zwei veränderte Genkopien – jeweils von Vater und Mutter – trägt.
Hunde mit nur einer veränderten Genkopie gelten als Träger, sind selbst klinisch unauffällig, können das Gen jedoch an ihre Nachkommen weitergeben.
Durch den Gentest auf CEA kennen wir bei My Magic den genetischen Status jedes Zuchttieres. So stellen wir sicher, dass keine zwei Träger miteinander verpaart werden und somit keine betroffenen Welpen entstehen.
Degenerative Myleopathie DM
Eine weitere wichtige genetische Erkrankung in dieser Rasse ist die degenerative Myelopathie (DM), eine fortschreitende Erkrankung des Rückenmarks, die typischerweise im mittleren bis höheren Alter auftritt.
DM führt zu fortschreitenden neurologischen Ausfällen, beginnend mit schwachen Hintergliedmaßen, unsicherem Gang und Koordinationsstörungen.
Im Verlauf können die Hunde ihre Hinterhand zunehmend nicht mehr kontrollieren, was zu Mobilitätseinschränkungen und letztlich Inkontinenz führen kann. Die Erkrankung ist irreversibel und aktuell nicht heilbar.
Die DM wird autosomal-rezessiv mit unvollständiger Penetranz vererbt.
Das bedeutet:
Hunde, die zwei Kopien des veränderten Gens besitzen, haben ein deutlich erhöhtes Risiko, klinische Symptome zu entwickeln.
Träger mit nur einem veränderten Allel zeigen selbst keine Symptome, können das Gen jedoch an ihre Nachkommen weitergeben.
Durch genetische Tests aller Zuchttiere kennen wir bei My Magic den DM-Status jedes Hundes. So können wir Verpaarungen verantwortungsvoll planen, um das Risiko betroffener Welpen zu minimieren.
Erblicher juveniler Katarakt HSF4 ( grauer Star)
Eine wichtige genetische Erkrankung ist der juvenile Katarakt, verursacht durch eine Mutation im HSF4-Gen.
Die HSF4-Mutation wird beim Mini American Shepherd unvollständig dominant vererbt. Das bedeutet:
Homozygote Hunde (zwei mutierte Allele): entwickeln in der Regel frühe, progressive und schwerere Linsentrübungen.
Heterozygote Hunde (ein mutiertes Allel): können milde oder späte Linsentrübungen zeigen, nicht alle sind klinisch auffällig.
Durch diese Vererbung ist es besonders wichtig, den genetischen Status aller Zuchttiere zu kennen.
Alle unsere Zuchthunde sind HSF4 frei getestet, da auch bereits Träger erkranken können.
Canine Multifokale Retinopathie (CMR1)
Die Canine Multifokale Retinopathie 1 (CMR1) ist eine erblich bedingte Augenerkrankung, die die Netzhaut betrifft.
CMR1 führt zu lokalen Veränderungen der Netzhaut, die als multifokale, runde Trübungen sichtbar werden. In der Regel beeinträchtigen diese Läsionen das Sehvermögen nicht wesentlich, und
die Erkrankung ist nicht fortschreitend oder schmerzhaft.
Betroffene Hunde bleiben meist lebenslang leistungsfähig und aktiv.
Die CMR1 wird autosomal-rezessiv vererbt. Das bedeutet: Ein Hund erkrankt nur, wenn er zwei Kopien des veränderten Gens trägt. Hunde mit nur einer Genveränderung sind Träger, zeigen selbst keine klinischen Symptome, können das Gen aber an ihre Nachkommen weitergeben.
Chondrodysplasie und Chondrodystrophie (CDDY / IVDD)
Wir legen großen Wert auf die Bewegungs- und Gelenkgesundheit, die für sportlich geführte Hunde entscheidend ist.
Zwei genetisch bedingte Merkmale der Knochenentwicklung, die hier relevant sind, sind Chondrodystrophie und Chondrodysplasie.
Chondrodystrophie beschreibt eine veränderte Knorpelentwicklung, die zu verkürzten Gliedmaßen und einer erhöhten Anfälligkeit für Bandscheibenerkrankungen (Intervertebral Disc Disease – IVDD) führen kann.
Chondrodysplasie bezeichnet eine erbliche Fehlentwicklung des Knorpels und der Knochen, die das Skelettwachstum beeinflusst, ohne dass zwingend Krankheitssymptome auftreten müssen.
Die IVDD ist ein Risiko bei chondrodystrophen Hunden, da die Bandscheiben im Verlauf des Lebens degenerieren und sich vorwölben oder verlagern können, was zu Schmerzen, neurologischen Ausfällen und Mobilitätseinschränkungen führt.
Beide Merkmale werden autosomal-rezessiv oder teildominant vererbt, abhängig von der jeweiligen Genvariante. Hunde mit zwei mutierten Allelen haben ein höheres Risiko, entsprechende
Skelettveränderungen und IVDD-Symptome zu entwickeln. Träger mit nur einem Allel sind meist klinisch unauffällig, können das Gen aber weitergeben.
Alle My Magic Zuchthunde sind frei getestet für CDDY / IVVD, da wir mit der Teildominanz des Gens kein Risiko eingehen möchten.
Hüftgelenksdysplasie (HD)
Eine zentrale Erkrankung des Bewegungsapparats ist die Hüftdysplasie (HD) – eine erblich bedingte Fehlentwicklung des Hüftgelenks, bei der die Gelenkpfanne und der Oberschenkelkopf nicht optimal zueinander passen.
Die Schwere der HD wird in der offiziellen Auswertung der Fédération Cynologique Internationale (FCI) in die Klassen A bis E eingeteilt:
A = frei / normal
B = nahezu normal
C = leicht dysplastisch
D = mittelgradig dysplastisch
E = stark dysplastisch
HD wird polygen vererbt, das heißt, sie entsteht durch das Zusammenspiel mehrerer Gene und Umweltfaktoren wie Ernährung, Bewegung und Gewicht. Kein einzelnes Gen entscheidet über die Ausprägung, dennoch kann die gezielte Zucht auf HD-freie oder nahezu normale Tiere das Risiko für nachfolgende Generationen deutlich senken.
Bei My Magic lassen wir alle Zuchthunde röntgenologisch untersuchen und nur Tiere mit HD-freien oder nahezu normalen Hüften (A oder B1) in die Zucht. So können wir die Bewegungsfähigkeit, Gesundheit und Leistungsbereitschaft unserer Hunde langfristig sichern – für ein aktives Leben im Sport, bei der Arbeit oder als treue Begleiter.
Ellenbogen-Dysplasie (ED)
Ähnlich wie bei der HD liegt eine genetische Disposition vor. Unter dem Begriff ED werden drei verschiedene Erscheinungsformen zusammengefasst:
- OCD
Durch eine zu hohe Wachstumsgeschwindigkeit wird die Knorpelschicht im Gelenk zu dick und kann nicht mehr ausreichend verknöchern. Die Knorpelzellen sterben ab, es entstehen Risse im Knorpel. Dies führt zu Entzündungen im Gelenk.
- FCP
Durch unterschiedliches Längenwachstum vom Elle und Speiche kommt es zu einer Stufenbildung im Ellenbogengelenk, was zur Entzündung des Gelenks führt.
- IPA
Hier wird die Wachstumsfuge, die sich zwischen der 16-20 Woche schließen sollte, nicht vollkommen durch knöcherne Strukturen geschlossen. Dies führt zu Entzündung und Schmerzen. Die Hunde zeigen
in allen drei Formen der ED Bewegungsunlust und Lahmheiten, hervorgerufen durch die schmerzhafte Gelenksentzündung.
Bei ED und OCD findet eine Einteilung nach Schweregrad von Grad 0 ( ED/ OCD frei) bis Grad 4 (hochgradige ED und oder OCD) statt. Wir lassen in unserer Zucht nur Hunde zu, die ED und OCD Grad 0
ausgewertet sind.
Patellaluxation
Die Patellaluxation (PL) bezeichnet das Herausspringen der Kniescheibe (Patella) aus ihrer natürlichen Führung in der Gleitrinne des Oberschenkelknochens.
Betroffen ist meist die Hinterhand. Je nach Ausprägung kann dies nur gelegentlich oder dauerhaft auftreten und führt zu Lahmheit, Schmerzen oder einer veränderten Gangart.
Man unterscheidet vier Schweregrade (Grad 1–4):
Grad 1: Die Kniescheibe lässt sich manuell verschieben, springt aber von selbst wieder in Position.
Grad 2: Die Kniescheibe springt zeitweise heraus, bleibt aber nicht dauerhaft luxiert.
Grad 3: Die Kniescheibe ist meist außerhalb der Rinne, lässt sich aber noch zurückschieben.
Grad 4: Die Kniescheibe ist dauerhaft luxiert, und eine normale Stellung des Beins ist nicht mehr möglich.
Die Patellaluxation kann erblich bedingt oder durch äußere Einflüsse (z. B. Verletzungen oder muskuläres Ungleichgewicht) begünstigt werden.
Die Vererbung gilt als polygen, das heißt: mehrere Gene und auch Umwelteinflüsse spielen eine Rolle.
Bei uns werden alle Zuchttiere orthopädisch untersucht und patellafrei (Grad 0) in die Zucht aufgenommen. So stellen wir sicher, dass unsere Hunde nicht nur über ein korrektes Gebäude,
sondern auch über eine stabile Hinterhand verfügen.
Epilepsie
Die Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende Krampfanfälle unterschiedlicher Ausprägung gekennzeichnet ist. S
ie kann sowohl bei großen als auch bei kleinen Hunderassen auftreten – auch beim Miniature American Shepherd.
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen:
Primärer (idiopathischer) Epilepsie: Ursache liegt in einer genetischen Veranlagung, das Gehirn ist strukturell gesund.
Sekundärer Epilepsie: Die Anfälle werden durch eine andere Grunderkrankung ausgelöst (z. B. Entzündung, Verletzung, Tumor oder Stoffwechselstörung).
Für die idiopathische Epilepsie existiert kein direkter Gentest. Die Erkrankung lässt sich daher nicht durch einen einfachen DNA-Nachweis ausschließen. Eine verantwortungsvolle
Zucht kann das Risiko jedoch durch sorgfältige Abstammungsanalysen und Zuchtbeobachtungen deutlich reduzieren.
Bei My Magic Miniature American Shepherds werden Zuchttiere nur dann eingesetzt, wenn in ihrer Abstammung keine bekannten Epilepsiefälle auftreten und die Linien über
Generationen gesundheitlich unauffällig geblieben sind.
Zusätzlich achten wir auf ein stabiles Wesen, da Stressanfälligkeit oder übermäßige Erregbarkeit die Neigung zu Anfällen beeinflussen können.
Unser Ziel ist es, durch eine verantwortungsvolle Zuchtplanung die genetische Gesundheit dieser aktiven und vielseitig einsetzbaren Hunde langfristig zu fördern
Herzerkrankungen
Das Herz ist der Motor jedes sportlich geführten Hundes. Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems können die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität stark beeinflussen. Bei Hunden werden Herzerkrankungen grundsätzlich in angeborene (kongenitale) und erworbene (degenerative) Formen unterteilt.
1. Angeborene Herzerkrankungen
Diese entstehen durch Entwicklungsstörungen im Mutterleib und sind bereits beim Welpen vorhanden. Zu den häufigsten zählen:
Pulmonalstenose (PS): Verengung der Ausflussbahn zur Lunge
Aortenstenose (SAS): Einengung des Ausflusstrakts der linken Herzkammer
Ventrikelseptumdefekt (VSD): Loch in der Herzwand zwischen den Kammern
Persistierender Ductus arteriosus Botalli (PDA): Fehlender Verschluss einer fetalen Gefäßverbindung
2. Erworbene Herzerkrankungen
Diese treten meist im mittleren bis höheren Alter auf und entwickeln sich schleichend:
Mitralendokardiose (MMVD): Degenerative Veränderung der Herzklappen, häufigste Herzerkrankung kleiner und mittelgroßer Rassen
Dilatative Kardiomyopathie (DCM): Erweiterung der Herzkammern, insbesondere bei größeren Rassen
Arrhythmien: Störungen des Herzrhythmus infolge elektrischer Fehlsteuerung
Zur Beurteilung des Schweregrades und der klinischen Relevanz erfolgt die Einteilung häufig nach den ACVIM-Stadien (A–D):
A: Risikopatient (z. B. genetisch vorbelastete Rasse, aber ohne Befunde)
B1/B2: Frühstadium ohne bzw. mit strukturellen Veränderungen, aber ohne Symptome
C: Klinisch erkrankter Hund mit Symptomen (z. B. Husten, Belastungsintoleranz)
D: Endstadium, therapieresistent
Ein Herzultraschall (Echokardiografie) ist das präziseste Verfahren zur Beurteilung der Herzstruktur und -funktion. Gerade bei Zuchttieren liefert er entscheidende Informationen, ob versteckte Herzveränderungen bestehen, die vererbt werden könnten.
Bei My Magic Miniature American Shepherds ist die Herzgesundheit ein zentraler Bestandteil der Zuchtvorsorge.
Der Ultraschall ermöglicht es:
angeborene Herzfehler frühzeitig zu erkennen, auch wenn keine Symptome bestehen,
degenerative Veränderungen (z. B. Klappenerkrankungen) in einem sehr frühen Stadium festzustellen,
Zuchttiere mit unauffälligem Herzbefund gezielt auszuwählen, um die genetische Belastung in der Population zu reduzieren.
So können wir sicherstellen, dass unsere Hunde – ob im Agility, Flyball oder bei der Rettungshundearbeit – mit einem gesunden, leistungsstarken Herz durchs Leben gehen.
Macht das Merle-Gen krank?
Oft wird behauptet, dass das Merle-Gen, welches für die Färbung von Bluemerle und Redmerle verantwortlich ist für vermehrtes Auftreten von Blindheit und Taubheit beim Aussie.
Dies ist nur bedingt richtig. Das sogenannte "M-Paar" in der Genetik sorgt für eine übermäßige Verdünnung der Grundfarbe, welches zur Geburt von weißen oder beinahe vollständig weißen Hunden führt, die durch verschiedenartige Wirkung des Genes M mit verschiedenen Fehlbildungen, wie auch Taubheit und Blindheit behaftet sein können. Das Gen M wird unvollständig dominant vererbt.
Da ganz überwiegend homozygote merlefarbige Hunde das unerwünschte vermehrte Weiß zeigen, ist in Deutschland die Anpaarung Merle x Merle durch das Tierschutzgesetz verboten. Bei der Anpaarung eines solidfarbenen Hundes ( black oder red) der genetisch das Merkmal "mm" trägt, mit einem heterozygoten merlefarbenen Hund ( genetisch "mM") entstehen widerrum solisfarbene Welpen ("mm") und heterozyogte merlefarbene Welpen ("mM").
Allerdings kann das übermäßige Weiß ( weißfaktorierte Hunde) auch in den Solidfarben Black und Red vorkommen. Auch hier können durch die Weißüberzeichung gepaarte mit einer fehlenden Pigentierung des Augens und des Innenohrs zu Taubheit und Blindheit führen.
Es führt also nicht das Merle-Gen an sich zu vermehrtem Auftreten von Taubheit und Blinheit, sondern nur die fehlende Pigmentierung um das Auge und im Innenohr. Allerdings besteht die Gefahr der Geburt von Welpen, die zuviel weiß tragen vorallem bei Anpaarungen von Merle x Merle ( nicht erlaubt, allerdings in den USA zulässig) oder bei Anpaarung von weißfaktorierten solidfarbenen Hunden mit merlefarbenen, die selbst bei der Vererbung viel Weiß zulassen.
My Magic Miniature Shepherds
Ulrike Pottrick
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