Ein Arbeitshund in der Familie?

 

Ein Hund als Mitglied der Familie muss von seinem Wesen und Temperament her zum Lebensstil und zum Charakter der Familie passen. Dabei sind die Größe und Rasse der Hundes zunächst zweitrangig.

Eine gute Beschreibung der Rasse und Eigenheiten des Australian Shepherd , die auch auf den Mini American Shepherd zutrifft, finden sie HIER

Könnte ein Miniature American Shepherd nun zu Ihrer Familie passen?

 

Der Mini American...

 - ist agil und will sich bewegen können

 - ist territorial und verteidigt seine Familie

 - ist sehr intelligent und lernt extrem leicht ( auch Unsinn :-) )

 - hat manchmal ein zurückhaltendes Wesen gegenüber Fremden

 - ist ein Hund, der sich den Personen seiner Familie sehr eng anschließt

 - verfügt über Wachsamkeit und uU starken Schutztrieb

 - ist überaus sensibel und verträgt keine Grobheit oder Ungerechtigkeit

 - ist ein echtes Allroundtalent

 - ist ein Spätentwickler

 - verfügt über einen starken "will to please", dh den Wunsch, alles für seinen Menschen zu tun

 - hat idR wenig Jagdtrieb ( aber es kann Ausnahmen geben!)

 - ist ein sehr guter und ausdauernder Begleiter von Joggern, Inliner-Läufern, Fahrradfahrern und  Reitern

 

 

 

Die Ansprüche des Mini American an seine Familie

Er möchte durch tägliche 1-2 stündige Spaziergänge körperlich ausgelastet werden. Allerdings sind weder Marathontouren noch kilometerlanges Fahrradfahren notwendig.

Er möchte geistig beschäftigt werden. Egal ob Obidience, Agility, Flyball, Frisbee, Trickdogging, Dogdancing oder Herding, der Mini American will stets Neues lernen. Er liebt die (sinnvolle) Beschäftigung mit seinem Menschen.

 

Er braucht Kontakt zu anderen Hunden und Menschen, um ein gesundes Sozialverhalten zu entwickeln. Welpenstunden und Spielstunden mit anderen Hunden sind Pflicht vor allem für Ersthundebesitzer.

 

Er möchte sich in Haus und Garten frei bewegen können. Ein großes Grundstück zum Freilaufen ist wünschenswert, bei einer reinen Wohnungshaltung muss durch 3-4 Spaziergänge pro Tag seinem Bewegungsbedürfnis Rechnung getragen werden.

 

Bällchenspiele sind tabu - Mini American´s entwickeln sich gerne zum "Ball-Junkie" und werden regelrecht süchtig danach. Dies ist nicht gesund für die Entwicklung des Hundes

 

Er möchte in ständigem Kontakt mit "seinem" Menschen sein und nicht stundenlang allein bleiben müssen.

 

Er braucht einen ruhigen, souveränen und konsequenten Besitzer, der Spaß daran hat, viel gemeinsam mit seinem Hund zu unternehmen.

 

Er muss seinen Bewegungs- und Beschäftigungsdrang ausleben können.

 

Der Aussie ist kein Hund für Sofamenschen, sondern für Menschen, die gerne und viel draußen in der Natur sind.

 

Trotzdem ist der Mini American kein Hund, der rund um die Uhr ein "Beschäftigungsprogramm" braucht - weniger ist oft mehr und auch kurze, intensive Such- und Schnüffelspiele können einen Hund durchaus müde machen.

Zu wenig Schlaf ist ungesund - und Hunde brauchen unheimlich viel Schlaf..

Wenn also der Welpe überdreht oder gar aggressiv reagiert, ist oft einfach nur der fehlende Schaf schuld. *Hier* gibts einen tollen Artikel dazu.

*Hier* ebenfalls ein toller Artikel über Stress beim Hund durch zu viel "Auslastung":

 

 

Rüde oder Hündin?

Rüde und Hündin unterscheiden sich weder im Charakter noch in der Lernfähigkeit.

 

Rüden neigen dazu, "ihr" Revier durchs Absetzen von Urin zu kennzeichnen. Gerade bei Spaziergängen ist es lästig, wenn der Rüde an jedem Laternenpfahl das Bein hebt. Dies ist allerdings vor allem eine Erziehungsfrage.

 

Die Hündin wird idR alle 6-7 Monate für 3 Wochen läufig. In dieser Zeit darf die Hündin nur unter Aufsicht frei laufen, in den sogenannten "Stehtagen" überhaupt nicht. Schnell haben alle Rüden in der Umgebung von der Läufigkeit Kenntnis erhalten und werden sich bald vor Haus des Hündinnen-Besitzers einfinden, um der Hündin ihre Aufwartung zu machen.

 

Die Hündin setzt während der Läufigkeit für 3 Wochen kleine Bluttröpfchen ab.

*Hier* finden Sie mehr Infos als kleine Entscheidungshilfe.

 

 

Sind sie verträglich mit Katzen?

Wenn Welpen mit Katzen im Haushalt aufwachsen, gibt es so gut wie nie Probleme mit der gegenseitigen Akzeptanz. Im Gegenteil sind oft ehr die Katzen dominant und der Welpe ordnet sich ihnen unter. Kommt zu einem erwachsenen Hund eine Katze hinzu, müssen beide anfangs gut beobachtet werden. Oft neigen Hütehunde dazu, zu versuchen, die Katze in einem bestimmten Territorium zu halten. Allerdings kommt es ehr selten zu Aggressionen von Seiten des Hundes.

 

 

Kinder und Hunde

 Für Kinder ist es eine wunderbare Erfahrung, mit einem Hund aufwachsen zu dürfen. Sie lernen Verantwortungsbewußtsein,  Toleranz, Geduld und die Fähigkeit, die Bedürfnisse eines anderen Lebewesens zu respektieren.

 

Kinder werden von erwachsenen Hunden als Jungtiere des Rudels angesehen und mit entsprechender Nachsicht behandelt und beschützt.

Soll das Kind dem Hund in der Rangfolge übergeordnet sein, so ist es Aufgabe der Eltern, die Kinder bei der Führung des Hundes zu unterstützen. Hier bieten sich der gemeinsame Besuch von Trainingsstunden bei Begeithunde- oder Agilitykursen an, bei denen das Kind lernt, die Führungsposition gegenüber dem Hund zu übernehmen.

Jedoch ist eine Welpe KEIN Spielzeug für ein Kind.

 

Er ist ein Lebewesen, dessen Bedürfnisse beachtet werden müssen. Kinder müssen lernen, dass der Welpe nicht immer und jederzeit zum Spielen zu Verfügung steht, dass er oftmals seine Ruhe haben und einfach nur Schlafen möchte.

Kinder können einen Welpen nicht ALLEIN erziehen - sie brauchen die Hilfe und Anleitung eines Erwachsenen, der falls notwendig korrigierend eingreift und das Kind in der Ausbildung des Welpen unterstützt.

 

 

 

Sport und Spiel mit dem Mini American

 Es gibt viele Möglichkeiten, sich mit seinem Mini American zu beschäftigen. Für manche Aktivitäten bietet sich der Besuch einer Hundeschule oder eines Hundesportvereins an.

 

Agility :
Die Bewältigung eines Hindernisparcours mit dem Hund in möglichst schneller Zeit und fehlerfrei. Ein rasanter Sport mit viel Spaß, der eine gute Kondition von Besitzer und Hund verlangt.

 

Reitbegleithund:
Mini American´s sind ausdauernde Begleiter am Pferd. Auch stundenlange Ausritte genießen sie nach entsprechendem Konditionstraining. Unsere Mini´s laufen bis zum 30 km täglich am Pferd mit. Da sie idR bei entsprechender Ausbildung nicht zum Jagen neigen, können sie problemlos im Gelände ohne Leine laufen.

 

Obidience:
Eine Gehorsamsaufgabe muss nach Anweisung der Ringrichter ausgeführt werden.

 Freudiger Gehorsam und perfektes Ausführen der Übungen sind gefragt

 

Dog-Dancing :
zusammen mit dem Hund wird eine Tanz- Choreographie erarbeitet

 

Flyball:

Der Hund muss die Ballwurfmaschine auslösen, den Ball fangen und ihn möglichst schnell über drei Hürden zu seinem Besitzer zurückbringen. Auch hier gehts im Wettkampf um Fehler und Zeit.

 

Herding:
Der Hund hütet im Wettbewerb Schafe, Enten und Rinder.

 

Trickdogging:
Der Hund lernt Tricks, wie Kompliment, Rolle, Vorwärts und Rückwärts im Slalom durch die Beine, Sachen tragen und vieles mehr

 

Begleithundeprüfungen:
Ausbildung des Hundes in allen Grundkommandos, die an der Leine und später auch frei laufend befolgt werden müssen

 

Mantrailing:
Der Hund lernt, einen bestimmten Menschen, auf dessen Spur er gesetzt wird, zu suchen und sein Auffinden anzuzeigen. Im Gegensatz zum Such- und Rettungshund soll der Hund hier allerdings nicht verbellen, um die aufgefundene Person nicht zu erschrecken. Mantrailer such zB verirrte Menschen oder alte Menschen, die sich verlaufen haben.

 

Pettrailing:
Hier sucht der Hund entlaufene Haustiere, insbesondere Hunde. Pet-Trailer können auch nach Tagen noch die Spur des entlaufenen Tieres aufnehmen und ihr folgen.

 

 

 

Arbeiter oder Workoholic?

 

Aufgrund seiner Vergangenheit läßt sich der Mini American in fast allen Bereichen einsetzen und ist für nahezu jeden Hundesport zu begeistern.

Aber der Grad ist schmal, aus einem begeisterten Arbeiter kann schnell ein Workoholic werden. Viele Hundebesitzer überfordern Tag für Tag ihren Hund, in dem guten Glauben er "müsse ausgelastet werden". Das Ergebnis ist ein gestresster und neurotischer Hund, der nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu kontrollieren und selbst wieder zur Ruhe zu finden.

 

Ein Mini American ist eine Herausforderung - er will lernen, aber nicht überfordert werden. Dies fordert von seinem Besitzer eine Menge Phantasie und Einfühlungsvermögen. Suchspiele sind super für Aussies geeignet. Verstecken Sie doch mal Leckerlies in der Wohnung, im Garten und draußen beim Spaziergang. Diese zu finden stellt hohe Anforderungen an den Hund und befriedigt sein Bedürfnis zu arbeiten.

 

Der Mini American braucht kein permanentes Bespaßungsprogramm. Wenn er 1-2 mal die Woche auf einem Hundeplatz arbeitet, reicht dies völlig aus, den Rest der Woche reichen ausgedehnte Spaziergänge und ab und zu kleine Suchspiele oder Tricks. Als Arbeitshund ist der Aussie auch dazu gezüchtet, eine Weile mal nicht zu arbeiten. Mit einer entsprechenden Grunderziehung genießen auch Mini American´s es, einfach mal faul zu sein ;-)

 

Permanentes Bällchen- oder Frisbeewerfen, um damit dem Hund Bewegung zu verschaffen sind hingegen der sicherste Weg, um einen Neurotiker zu bekommen - ein absolutes No-Go.

 

 

Eine sehr treffende Beschreibung des Charakters des Aussies, die auch auf den Mini American zutrifft, findet sich hier:

http://www.k9station.com/articles/raisinganaussie.htm aus dem Englischen übersetzt:

 

"Aussies sind Problemlöser und bekannt dafür sehr unabhängig zu denken und eigene Entscheidungen zu treffen. Aussies sehen keine Limits in ihrer Entwicklung, sie sehen nur Möglichkeiten. Dieses ist eine unabdingbare Eigenschaft in der Fähigkeit des Aussies mit Vieh zu arbeiten und dies wirkt sich auf andere Bereiche des Lebens aus. Aussie Besitzer sollten ihrem Hund sorgfältig Grenzen setzen, bevor der Hund alle offen stehenden Möglichkeiten ausnutzt.

Zum Beispiel Zäune. Andere Hunde sehen in Zäunen in der Regel unüberwindbare Hindernisse. Ein Labbi mag auf den Zaun schauen und denken : "Verdammt, ein Zaun, ich denke, ich bleibe im Garten", ein Aussie sieht den Zaun und denkt " hmm, da könnte ich drüber kommen.." und fängt an, mit 90 verschiedenen Wegen dies auszuprobieren.

Aussie Besitzer sind oft schockiert, wie es ihre Hunde schaffen, auszubrechen.

Viele Aussies sterben jedes Jahr bei dem Versuch aus einem Bereich herauszukommen, der eigentlich sicher eingezäunt war. Passiert dies wegen ihrem phänomenalem Springvermögen und ihren athletischen Fähigkeiten? Zum Teil, aber der wichtigste Grund für dieses häufig zu sehende Verhalten ist, dass der Aussie den Zaun nicht so wahr nimmt wie andere Rassen.

Wenn dem Aussie ein Problem im Weg steht ( so wie ein Zaun, der ihn hindert etwas Spannendes auf der Straße zu sehen) dann wird er schnell herausfinden, wie er dieses Problem lösen kann.

Ein anderes Beispiel: wenn ein Aussie hungrig ist ( und Aussies sind für gewöhnlich sehr übers Fressen zu motivieren, ein Wesenszug, der nicht im Rassestandard beschrieben ist ), schaut er nach etwas zu fressen und wird einen Weg finden da dran zu kommen. Das bedeutet, er öffnet Schränke, springt auf die Arbeitsplatten, öffnet Reissverschlüsse an Taschen, packt Schokolade aus Verpackungen.

Aussies sehen Straßensperren, doch sie lassen sich durch sie nicht abhalten, sie finden immer einen Weg um drum herum zu kommen.

 

Als Hütehunde oder Obidience- oder Agilityhunde kann das Problemlöseverhalten des Aussies ein Problem für Besitzer sein, die versuchen ihren Hund mit Drill-Methoden auszubilden.

Aussies lernen schnell und lieben die Herausforderung.

Ständige Wiederholung im Drill langweilt den Aussie und bringt ihn dazu, eine Sportart nicht zu mögen. Viele Aussies werden dann versuchen, sich selbst mit eignen Ideen "in das Spiel" einzubringen und was sie einbringen ist nicht immer ideal für die Hütearbeit oder den Wettkampf.

Einen Aussie motiviert zu halten bedeutet auch immer, ihm zu erlauben, Probleme zu lösen...

 

 

 

Mini American´s als Helfer

 Mini American´s sind nicht nur begeisterte Sportler und Familienhunde, sie sind auch Helfer im Alltag kranker oder behinderter Menschen.

Aufgrund ihrer Feinfühligkeit, Sensibilität, Menschenbezogenheit und leichten Erziehbarkeit eignen sie sich auch als Therapiehunde und Behindertenbegleithunde. Wichtig hierfür ist die Auswahl eines sehr ruhigen und gelassenen Welpen, der auch fremden Dingen gegenüber offen und aufgeschlossen ist. Welpen, die Tendenzen zu Zurückhaltung und Ängstlichkeit zeigen, sind hierfür ungeeignet.

Welpen für den Einsatz als Therapiehunde oder Behindertenbegleithunde wählen wir aus speziell nach diesen Anforderungen und vorrangig aus unseren Würfen aus.

 

My Magic Mini American´s arbeiten mittlerweile erfolgreich als Therapiehunde und Schulhunde in Bereich der tiergestützten Pädagogik.